29.03.2025
Gedanken zur Woche - „Freu Dich“
Wir sind mitten in der Passionszeit angekommen und unser Blick richtet sie schon auf das Osterfest.
Dieser Sonntag, mit dem Namen Laetare (übersetzt, Freu dich), der auch das kleine Osterfest genannt wird, richtet unseren Blick auf das Ende der Leidenszeit von Jesus Christus. Das Ende der Leidenszeit bedeutete damals für die Jüngerinnen und Jünger eine absolute Katastrophe. Jesus, der vom Reich Gottes gepredigt hatte, den Menschen Brot gegeben hat und sich selbst als das Brot des Lebens bezeichnet hat, war tot. Nach einem Schauprozess starb ER am Kreuz und wurde in das Grab gelegt. Trauer darüber, den geliebten Freund verloren zu haben. Fassungslosigkeit, dass nun alles zu Ende war.
Doch dann kam der Morgen und die Frauen, die am Grabe Jesu waren, brachten die umwerfende, neue, frohe Botschaft: Jesus lebt! ER ist auferstanden. Die Jünger konnten es nicht fassen. Sie mussten es erst selber sehen und so starteten sie einen Wettlauf zum Grab Jesu. Wie die Frauen es gesagt hatten, war das Grab leer. Für die Freude über den Sieg Jesu über den Tod brauchte es noch einige Zeit.
Wir sind diejenigen, die schon an diesem Sonntag wissen, das Jesu Leiden nicht umsonst waren. Er hat alles Lebenszerstörende in und um uns herum besiegt. Er hat den Tod, auf den wir alle zugehen und in dessen Angesicht wir ja nur verzweifeln können, besiegt. Deshalb können wir uns riesig freuen.
Jesus, der den Menschen zu seiner Zeit Brot zu Essen gegeben hat, sagte: „ICH bin das Brot des Lebens“.
Indem er am Kreuz starb, ist er für uns zum Brot des Lebens geworden. Wir dürfen immer wieder daran denken, dass seine Auferstehung für uns Leben bedeutet. Im besonderem wenn wir das Abendmahl feiern.
Aus der Auferstehung leben heißt, aus dem getrennt sein von Gott durch Schuld gerettet zu sein und neu in der Verbindung mit Gott zu leben und zu handeln. Es heißt, aus diesem Ereignis Kraft zu schöpfen für das Leben in der Gewissheit, dass unser irdisch begrenztes Leben in dem unbegrenzten Leben mit Jesus münden wird.
Der Verbrecher am Kreuz war der Erste, der begriffen hat, dass Jesus nicht wegen einer eigenen Schuld am Kreuz sterben musste. Er hat, obwohl sein eigenes mit Schuld beladenes Leben zu Ende ging, das unvergängliche Leben erlangt. „Herr gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst“. Jesu Antwort: „Noch heute wirst du mit mir im Paradies sein“.
Noch vor den Freunden Jesu, hat er gemerkt, dass Jesu Reich anders ist als das Reich dieser Welt.
Der Blick darauf gibt uns Kraft, so wie uns ein Stück Brot sättigt und stärkt, so stärkt unser Blick auf die Auferstehung Jesus unser Herz. Der Blick auf Jesus der lebt und uns liebt, kann uns zum Energieriegel in Notzeiten werden. Es ist wohl eine andere Freude als die Partystimmung oder ausgelassen zu sein. Es kann aber eine Freude tief in unserem Inneren sein, die uns stark macht.
In der Fastenzeit können wir lernen, dass es nicht ausschließlich das Brot ist, was uns stärkt, sondern dass das Brot Jesu, unvergängliches Leben durch ihn, uns und unser Herz stark macht in diesem Leben, in dieser Welt und darüber hinaus. Das Brot Jesu erhält uns unsere Freude auf das unvergängliche Leben mit IHM, dass uns nicht durch die äußeren Umstände genommen werden kann.
Elisabeth von Thüringen hat es gezeigt, wie das Vertrauen auf Jesus Menschen stark machen kann.
Ungeachtet des Verbotes von ihrem Mann und Gesetzgeber hat sie Brot an die notleidenden Menschen ausgeteilt. In dem Moment wusste sie noch nicht, in welcher Weise GOTT sie schützen würde.
Jesus spricht:
„Wahrlich, wahrlich, ICH sage euch: Wer glaubt, der hat das ewige Leben.
ICH bin das Brot des Lebens“.
Joh.6,47+48
Freu Dich!
Jesus lebt! Mit ihm auch ich! Heißt es in einem Osterlied. Das ist meine Zuversicht!
So gestärkt gehen wir in die zweite Hälfte der Passionszeit.